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Generalmajor
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Generalmajor ist ein militĂ€rischer Dienstgrad in Deutschland und Österreich. GegenstĂŒcke in anderen StreitkrĂ€ften wie der Schweizer Armee sind DivisionĂ€r und Divisionsgeneral.

Contents

‱ Etymologie
‱ Bundeswehr
‱ Siehe auch
‱ Weblinks

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Etymologie

Die Bezeichnung „Generalmajor“ (auch die entsprechenden, Ă€hnlich- oder gleichlautenden englischen und anderssprachigen Bezeichnungen) setzt sich aus den Begriffen „General“ und „Major“ zusammen. Bevor im 18. Jahrhundert französierende Dienstgradbezeichnungen in deutschsprachige StreitkrĂ€fte Einzug hielten und die Dienstgradbezeichnung „Major“ die Bezeichnung „(Feld-)Wachtmeister“ verdrĂ€ngte, war die Dienstgradbezeichnung „General(feld)wachtmeister“ ĂŒblich. Analog der Reihung Major-Oberstleutnant-Oberst ist der Generalmajor auf höherer FĂŒhrungsebene dem höherrangigen General und dem Generalleutnant (seinerseits Stellvertreter des Generals) als „dritter Mann“ zugeteilt. Da die Dienstgradabzeichen eines Generalmajors in vielen StreitkrĂ€ften, darunter die Bundeswehr oder die StreitkrĂ€fte der Vereinigten Staaten, hĂ€ufig zwei Sterne zeigen, wird der Generalmajor umgangssprachlich hĂ€ufig auch als „Zweisternegeneral“cite-ref-1[A 1] bezeichnet.

Siehe auch

:

Etymologie der Bezeichnung „General“

,

„Major“

und

Abschnitt im Artikel „Dienstgrade der Bundeswehr“ zum (scheinbaren) Widerspruch des unter dem Leutnant rangierenden Majors

Bundeswehr

Der Dienstgrad Generalmajor wird durch den BundesprĂ€sidenten mit der Anordnung des BundesprĂ€sidenten ĂŒber die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldatencite-ref-bpr-sunifano-6-1[4] auf Grundlage des Soldatengesetzescite-ref-9[7] festgesetzt.

Befehlsbefugnis und Dienststellungen

In der Bundeswehr ist der Generalmajor ein Offiziersdienstgrad,cite-ref-bpr-sunifano-6-2[4] der gemĂ€ĂŸ der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv) A-1420/24 „Dienstgrade und Dienstgradgruppen“ zur Dienstgradgruppe der Generale zĂ€hlt. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Dienstgradgruppe der Generale können Soldaten im Dienstgrad Generalmajor auf Grundlage des § 4 („VorgesetztenverhĂ€ltnis auf Grund des Dienstgrades“) der Vorgesetztenverordnung innerhalb der dort gesetzten Grenzen Soldaten der Dienstgradgruppen Mannschaften, Unteroffizieren ohne und mit Portepee, Leutnanten, Hauptleuten und Stabsoffizieren Befehle erteilen.cite-ref-sga12-10-0[8]cite-ref-vorgv4-11-0[9]

Die Generalmajore dienen wie die meisten Generale vorwiegend auf Stabsposten und in der Regel nicht in der „kĂ€mpfenden“ Truppe als militĂ€rische FĂŒhrer. Typisch sind Verwendungen in leitenden Funktionen als Abteilungsleiter besonders wichtiger Abteilungen in Kommandobehörden, im Ministerium oder in Einrichtungen der NATO. Generalmajore sind Amtschef oder Kommandeure besonders wichtiger Ämter und höherer Kommandobehörden, die hĂ€ufig direkt unterhalb der FĂŒhrungsstĂ€be des jeweiligen militĂ€rischen Organisationsbereichs oder bei der NATO angesiedelt sind. Die Kommandeure der beiden wichtigsten Lehreinrichtungen der Bundeswehr (Zentrum Innere FĂŒhrung und FĂŒhrungsakademie der Bundeswehr) sind ebenfalls Generalmajore. Sie sind ferner Chef des Stabes im Kommando Heer, Kommando Luftwaffe und im Kommando StreitkrĂ€ftebasis. Im Kommando EinsatzverbĂ€nde Luftwaffe, Multinationales Kommando Operative FĂŒhrung und im EinsatzfĂŒhrungskommando sind Generalmajore stellvertretende Kommandeure (bzw. stellvertretende Befehlshaber) und teils Chef des Stabes. Einige wenige Generalmajore werden in der Truppe auch „klassisch“ als militĂ€rische FĂŒhrer von GroßverbĂ€nden eingesetzt. Typische Verwendungen im Heer sind Divisionskommandeur oder stellvertretender Kommandierender General. Aufgrund der geschilderten und Ă€hnlicher Dienststellungen können Soldaten im Dienstgrad Generalmajor in den in der Vorgesetztenverordnung aufgezĂ€hlten FĂ€llen allen dienstlich oder fachlich unterstellten Soldaten Befehle erteilen.cite-ref-sga12-10-1[8]cite-ref-vorgv-12-0[10] (Divisions-)kommandeure, Amtschefs usw. sind als EinheitsfĂŒhrer Disziplinarvorgesetzter der ihnen truppendienstlich unterstellten Soldaten gemĂ€ĂŸ Wehrdisziplinarordnung.cite-ref-13[11]

Siehe auch

:

Spitzengliederung der Bundeswehr

Ernennung, Besoldung und Altersgrenze

Gesetzliche Grundlagen fĂŒr die Ernennung zum Generalmajor setzt die Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) und ergĂ€nzend die Zentrale Dienstvorschrift (ZDv) 20/7. Im Detail sind die Laufbahnen dort aber nur bis zum Dienstgrad Oberst reglementiert. Die Ernennung zum Generalmajor ist dagegen im Wesentlichen eine vom Dienstherrn aufgrund der Eignung und Leistung des Soldaten zu treffende Entscheidung, die kaum weiteren Voraussetzungen unterliegt. Zum Generalmajor werden in der Praxis ĂŒblicherweise nur Berufsoffiziere ernannt.cite-ref-14[A 3] Nach der Soldatenlaufbahnverordnung gilt sinngemĂ€ĂŸ, dass die Dienstgrade in der Anordnung des BundesprĂ€sidenten beschriebenen Reihenfolge regelmĂ€ĂŸig durchlaufen werden sollten und eine Mindestdienstzeit im vorangehenden Dienstgrad von mindestens einem Jahr die Regel sein sollte;cite-ref-15[A 4] in der Praxis waren Generalmajore zuvor mehrere Jahre Brigadegenerale. In der Praxis haben die meisten Generalmajore den Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst an der FĂŒhrungsakademie der Bundeswehr oder einen Ă€quivalenten Lehrgang an einer entsprechenden Einrichtung eines anderen Landes absolviert.cite-ref-slv-16-0[12]cite-ref-anlage-17-0[13]cite-ref-20-7-18-0[14]cite-ref-19[A 5]

Generalmajore werden nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit B 7 besoldet.cite-ref-bbeso-8-1[6]

Als besondere Altersgrenze fĂŒr Generalmajore wurde die Vollendung des 62. Lebensjahres festgesetzt.cite-ref-20[15]cite-ref-21[A 6]

Dienstgradabzeichen

→

Hauptartikel

:

Dienstgradabzeichen der Bundeswehr

Das Dienstgradabzeichen fĂŒr Generalmajore zeigt goldenes Eichenlaub und zwei goldene Sterne als Schulterabzeichen.cite-ref-zdv2008-2-2[1]cite-ref-bpr-sunifano-6-3[4] Die Unterlagen der Schulterklappen (bei HeeresuniformtrĂ€gern entsprechend auch die Flachlitzen)cite-ref-23[A 8] sind hochrot.cite-ref-zdv2008-2-3[1]

Siehe auch

:

„Waffenfarbe“

und

Kragenspiegel der Generale

Äquivalente, nach- und ĂŒbergeordnete Dienstgrade

Den Dienstgrad Generalmajor fĂŒhren nur Heeres- und LuftwaffenuniformtrĂ€ger. MarineuniformtrĂ€ger (außer SanitĂ€tsoffiziere) derselben Rangstufe fĂŒhren den Dienstgrad Konteradmiral. Die ranggleichen SanitĂ€tsoffizierdienstgrade sind die nach UniformtrĂ€gerbereich unterschiedlich lautenden Dienstgrade Generalstabsarzt bzw. Admiralstabsarzt (erste Dienstgradbezeichnung fĂŒr Heeres- und LuftwaffenuniformtrĂ€ger; letzte Dienstgradbezeichnung fĂŒr MarineuniformtrĂ€ger).cite-ref-bpr-sunifano-6-4[4] In den StreitkrĂ€ften der NATO ist der Generalmajor zu allen Dienstgraden mit dem NATO-Rangcode OF-7 Ă€quivalent.cite-ref-stanag-5-1[3]

Im Sinne der ZDv 14/5 und der Anordnung des BundesprĂ€sidenten ist der Generalmajor ĂŒber dem rangniedrigeren Brigadegeneral bzw. Flottillenadmiral und unter dem ranghöheren Generalleutnant bzw. Vizeadmiral eingeordnet (erste Dienstgradbezeichnung jeweils fĂŒr Heeres- und LuftwaffenuniformtrĂ€ger; zweite Dienstgradbezeichnung fĂŒr MarineuniformtrĂ€ger).cite-ref-sg-4-1[2]cite-ref-bpr-sunifano-6-5[4]cite-ref-20-7-18-1[14] Die zum Brigadegeneral ranggleichen SanitĂ€tsoffizierdienstgrade sind die nach Approbations­richtung und UniformtrĂ€gerbereich unterschiedlich lautenden Dienstgrade Generalarzt, Generalapotheker bzw. Admiralarzt (erste beiden Dienstgradbezeichnungen fĂŒr Heeres- und LuftwaffenuniformtrĂ€ger; letzte Dienstgradbezeichnung fĂŒr MarineuniformtrĂ€ger).cite-ref-bpr-sunifano-6-6[4] Die zum Generalleutnant ranggleichen SanitĂ€tsoffizierdienstgrade sind die nach Approbation und UniformtrĂ€gerbereich unterschiedlich lautenden Dienstgrade Generaloberstabsarzt bzw. Admiraloberstabsarzt (erste Dienstgradbezeichnung fĂŒr Heeres- und LuftwaffenuniformtrĂ€ger; letzte Dienstgradbezeichnung fĂŒr MarineuniformtrĂ€ger).cite-ref-bpr-sunifano-6-7[4]

Nationale Volksarmee

In der Nationalen Volksarmee und den anderen bewaffneten Organen der Deutschen Demokratischen Republik war der Generalmajor (GenMaj auch GM) der niedrigste Dienstgrad in der höchsten Gruppe der Offiziersdienstgrade.cite-ref-25[17] Der Dienstgradinhaber hatte in der Regel eine akademische Ausbildung an der Generalstabsakademie der UdSSR in Moskau (heute: MilitĂ€rakademie des Generalstabes der StreitkrĂ€fte der Russischen Föderation). Die Ranginsignien, SchulterstĂŒck, Arabesken, Lampassen, Waffenfarben etc. wurden, nach Lesart der Staats- und ParteifĂŒhrung, als Fortsetzung der militĂ€rischen Traditionen der Weimarer Republik weitgehend beibehalten.

Das SchulterstĂŒck bestand aus zwei geflochtenen goldfarbenen SchnĂŒren mit dĂŒnner Einlage aus einer etwas dĂŒnneren silbernen Doppelschnur, auf Tuchunterlage in zugehöriger Waffenfarbe. Der fĂŒnfzackige Rangstern (Ăž = 17,5 mm) fĂŒr GeneralsrĂ€nge bis Armeegeneral (auch Konteradmiral bis Flottenadmiral), unterscheidet sich deutlich vom viereckigen Rangstern fĂŒr Offiziere und FĂ€hnriche (Ăž = 12,5 mm). Die Untergrundfarbe fĂŒr SchulterstĂŒcke, Lampassen, Arabesken und Paspelierung bezeichnete die Zuordnung zur betreffenden Teilstreitkraft bzw. Truppengattung. Der dem GenMaj entsprechende Dienstgrad der Volksmarine war Konteradmiral.
GemĂ€ĂŸ NATO-Rangcode war der Generalmajor der NVA mit OF-6 eingestuft und entsprach damit dem Brigadegeneral der Bundeswehr.

Waffenfarben

‱ LaSK = Hochrot (auch MfS und ZV)
‱ LSK/LV = Himmelblau
‱ Grenztruppen = GrĂŒn

| Dienstgrad | Dienstgrad | Dienstgrad |
|---|---|---|
| niedriger: Oberst | Generalmajor ( Konteradmiral ) | höher: Generalleutnant |

Siehe auch

:

Dienstgrade der Nationalen Volksarmee

,

#

und

Waffenfarben (NVA)

Reichsheer, Reichswehr und Wehrmacht

Mit der ReichsgrĂŒndung 1871 wurden die Dienstgrade des preußischen Heeres auf das Reichsheer ĂŒbertragen, die dann auch von Reichswehr und Wehrmacht ĂŒbernommen wurden. In den deutschen Armeen wurde bis Ende des Zweiten Weltkriegs der Dienstgrad Generalmajor fĂŒr die Befehlshaber der Ebene Brigade/Division, hĂ€ufig auch fĂŒr die Kommandeure einer militĂ€rischen Behörde oder Einrichtung verwendet.cite-ref-26[18] Ab 1940 war die Dienstgradbezeichnung von SS-BrigadefĂŒhrern, die in der Waffen-SS dienten, SS-BrigadefĂŒhrer und Generalmajor der Waffen-SS und bildete damit das Äquivalent zum Generalmajor der Wehrmacht. In der Rangfolge her entspricht der damalige Generalmajor heute dem Brigadegeneral, folgerichtig wurden ehemalige Generalmajore der Wehrmacht bei Einstellung in die Bundeswehr als Brigadegeneral ĂŒbernommen.

| Dienstgrad | Dienstgrad | Dienstgrad |
|---|---|---|
| niedriger: Oberst | Generalmajor ( Konteradmiral ) | höher: Generalleutnant |

Siehe auch

:

Dienstgrade der Wehrmacht

und

Dienstgrade der Luftwaffe (1935–1945)

Bundesheer und Wachkörper (Österreich)

Nach der Wiedererrichtung der Republik 1945 wurde der Titel Generalmajor von der Regierung dem UnterstaatssekretĂ€r fĂŒr Heereswesen Franz Winterer verliehen, der allerdings wegen des Einspruchs der BesatzungsmĂ€chte sein Amt nicht ausĂŒben durfte.

Mit der Wiedergewinnung der SouverĂ€nitĂ€t 1955 wurde auch der Titel Generalmajor wieder eingefĂŒhrt. Diesem nachgeordnet war bald der Titel „Brigadier“ als niedrigste Generalscharge. Zwischen 1980 und 2002 wurde nach Schweizer Vorbild anstatt „Generalmajor“ die Bezeichnung „DivisionĂ€r“ verwendet. Allerdings wurde der Rang Generalmajor wĂ€hrend AuslandseinsĂ€tzen weiterhin vergeben. Das Rangabzeichen enthielt bis 1980 einen Stern, seitdem – angepasst an internationale Usancen – zwei Sterne. Die aktuell gĂŒltigen Dienstgrade traten mit 1. Dezember 2002 in Kraft.cite-ref-27[19]

Außerdem wird die Verwendungsbezeichnung Generalmajor fĂŒr Leitende Beamte (E1) der Exekutive in Österreich verwendet; dazu gehören Bundespolizei und Justizwache. Da es sich bei den genannten Wachkörpern um zivile Körperschaften handelt, die lediglich nach militĂ€rischem Muster organisiert sind, handelt es sich jedoch nicht um „Polizeioffiziere“, sondern sie fĂŒhren lediglich OffiziersrĂ€nge als Verwendungsbezeichnung. Im Übrigen ist ein direkter Vergleich mit den Dienstgraden des Bundesheeres nicht möglich, da in der Bundespolizei Aufgaben, die im militĂ€rischen Bereich einem niedrigrangigen Offizier zukommen, von hochrangigen dienstfĂŒhrenden Beamten (E 2a), also Angehörigen der mittleren Laufbahnebene, wahrzunehmen sind.

Gemeinsame Armee

In Österreich wurde wie in anderen LĂ€ndern Ende des 18. Jahrhunderts die niedrigste Generalscharge „Generalfeldwachtmeister“ durch die Dienstgradbezeichnung „Generalmajor“ ersetzt. Die nunmehrige Reihenfolge lautete Generalmajor, Feldmarschalleutnant, General (Feldzeugmeister), Feldmarschall.

Siehe auch

:

Rangabzeichen der österreichisch-ungarischen StreitkrÀfte

Schweizer Armee

→

Hauptartikel

:

DivisionÀr der Schweizer Armee

In der Schweizer Armee ist mit dem deutschen Generalmajor der DivisionÀr vergleichbar.

Französische StreitkrÀfte

→

Hauptartikel

:

Général de division

Der Begriff major-gĂ©nĂ©ral bezeichnet in den französischen StreitkrĂ€ften keinen Dienstgrad, sondern die Dienststellung des unter einem höherrangigen General oder Admiral dienenden Chef des Stabes. Der dem deutschen Generalmajor entsprechende Dienstgrad ist hingegen der „GĂ©nĂ©ral de division“. Die oft gebrauchte wörtliche Übersetzung in „Divisionsgeneral“ ist irrefĂŒhrend, da diese Bezeichnung im deutschen MilitĂ€r nicht existiert (hat).

VerteidigungskrÀfte Osttimors

In den VerteidigungskrÀften Osttimors (F-FDTL) hatte der militÀrische Oberbefehlshaber Taur Matan Ruak seit 2009 den Rang eines Major-general. Nach seinem Abschied 2011 wurde sein Nachfolger Lere Anan Timur zum Major-general befördert.

Russische Föderation

Die StreitkrĂ€fte der Russischen Föderation haben im Jahre 1991 den Ă€hnlich dem deutschen Dienstgrad Generalmajor lautenden general-major (kyrillisch: ĐłĐ”ĐœĐ”Ń€Đ°ÌĐ»-ĐŒĐ°ĐčĐŸÌŃ€) der StreitkrĂ€fte der Sowjetunion ĂŒbernommen. Dort bezeichnet er den niedrigsten Dienstgrad der GenerĂ€le und entspricht im westlichen VerstĂ€ndnis dem eines Brigadegenerals.

Siehe auch

:

Dienstgrade der russischen StreitkrÀfte

Rote Armee bis 1946

In der Roten Armee der Sowjetunion wurden am 7. Mai 1940 die GeneralsrĂ€nge wieder eingefĂŒhrt. Der bisher als Brigadekommandeur (KomBrig) bezeichnete Dienstgrad wurde zum Generalmajor. Der Generalmajor war der niedrigste Dienstgrad in der Gruppe der Generale. Er war mit dem Generalmajor der Wehrmacht vergleichbar.

Siehe auch

:

Sowjetische GeneralsrÀnge

Spanische StreitkrÀfte

→

Hauptartikel

:

General de DivisiĂłn

In den spanischen StreitkrĂ€ften heißt der mit dem deutschen Generalmajor vergleichbare Dienstgrad General de DivisiĂłn.

StreitkrÀfte der Vereinigten Staaten

In der United States Army, der United States Air Force, der United States Space Force und dem United States Marine Corps ist der Major General ein Dienstgrad, der mit dem deutschen Generalmajor vergleichbar ist. In der Hierarchie steht dieser ĂŒber dem Brigadier General und unter dem Lieutenant General. Ein Major General fĂŒhrt operativ eine Division mit vier bis sechs Brigaden und damit 15.000–20.000 Soldaten. Ansonsten sind Major Generals ranghohe Offiziere in StĂ€ben. Die US-Soldstufe ist O-8. Der NATO-Rangcode ist OF-7.

Es ist der höchste Dienstgrad, zu dem ein Offizier in den StreitkrĂ€ften der Vereinigten Staaten regulĂ€r befördert werden kann. FĂŒr alle höheren Dienstposten muss der Offizier vom PrĂ€sidenten nominiert und vom Senat mit einfacher Mehrheit bestĂ€tigt werden.cite-ref-code10-28-0[20]

Siehe auch

:

Dienstgrade der StreitkrÀfte der Vereinigten Staaten

Siehe auch
Weblinks

Wiktionary: Generalmajor

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Commons

: Generalmajore

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

cite-note-31. Links: Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges fĂŒr HeeresuniformtrĂ€ger. Rechts: Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges fĂŒr LuftwaffenuniformtrĂ€ger.
cite-note-14A 3. ↑ Zum Generalmajor können im Grunde Soldaten auf Zeit, Berufssoldaten und Reservisten ernannt werden, wobei in der Praxis (zumal im Frieden) fast nur Berufsoffiziere zum Generalmajor befördert werden. Beispiele fĂŒr die Ernennung zum Generalmajor d. R. sind (im Gegensatz zu →Brigadegeneralen d. R.) in der Bundeswehr nicht bekannt. Generale a. D. sind im Übrigen auch Reservisten. Sie werden aber ĂŒblicherweise nicht weiter befördert und leisten auch keine WehrĂŒbungen. In der Praxis ist die Beförderung eines Reservisten zum Generalmajor zudem ausgeschlossen, weil keine entsprechende Planstellen ausgeplant wurden und daher keine im Sinne der Soldatenlaufbahnverordnung in Verbindung mit der ZDv 20/7 sinngemĂ€ĂŸ (nicht formal) geforderte Beorderung erfolgen kann. Im Sinne der Soldatenlaufbahnverordnung ist ferner die Zugehörigkeit zur Laufbahngruppe der Offiziere naheliegend, obwohl auch dies nur implizit erschlossen werden kann, denn alle Generale werden im Sinne der Anordnung des BundesprĂ€sidenten weiter zu den Offizieren gezĂ€hlt. Im Geltungsbereich der Soldatenlaufbahnverordnung sind Beförderungen der Offiziere nur innerhalb einer Laufbahn der Laufbahngruppe der Offiziere möglich. Auch wenn die Laufbahnen der Laufbahngruppe ĂŒber den Oberst hinausgehend in der Soldatenlaufbahnverordnung nicht nĂ€her beschrieben sind, erfolgt die Beförderung in einen Dienstgrad der Dienstgradgruppe der Generale sinngemĂ€ĂŸ in Fortsetzung einer der Laufbahnen der Offiziere. Praktisch ausgeschlossen ist die Beförderung von Offizieren einer der Laufbahnen des militĂ€rfachlichen Dienstes, des Geoinformationsdienstes oder des MilitĂ€rmusikdienstes. Ihre Beförderung ist in der Praxis ausgeschlossen, da keine entsprechenden Planstellen ausgewiesen werden. Die Laufbahn im militĂ€rfachlichen Dienst endet in der Praxis und in der Beschreibung der Soldatenlaufbahnverordnung beim Stabshauptmann. FĂŒr MilitĂ€rmusikoffiziere ist aufgrund der begrenzten Planstellen höchstens der Dienstgrad Oberst zu erreichen. Im Geoinformationswesen ist der oberste Fachvorgesetzte Brigadegeneral.
cite-note-15A 4. ↑ Mindestdienstzeiten seit Ernennung zu einem vorangehenden Dienstgrad sind formal also keine Voraussetzungen. Theoretisch könnte der Dienstgrad Generalmajor auch von Obersten und Brigadegeneralen â€žĂŒbersprungen“ werden oder bereits kurz nach Ernennung zum Oberst bzw. Brigadegeneral erreicht werden; theoretisch möglich ist auch eine Einstellung mit dem Dienstgrad Generalmajor. Ein seltenes Beispiel fĂŒr einen dieser „SonderfĂ€lle“, das uneingeschrĂ€nkt auf Heeres- und LuftwaffenuniformtrĂ€ger und den Dienstgrad Generalmajor ĂŒbertragbar wĂ€re, ist Ulrich Weisser, der 1992 zunĂ€chst zum Flottillenadmiral ernannt wurde und noch im selben Jahr zum Vizeadmiral ernannt wurde. Weisser ĂŒbersprang den Dienstgrad Konteradmiral, vgl. Hans Ehlert: Ein Leben fĂŒr die Bundeswehr. Minensucher, Superhirn, graue Eminenz. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Werner D’Inka, Berthold Kohler, GĂŒnther Nonnenmacher, Holger Steltzner, 6. Mai 2011, abgerufen am 15. August 2014 (Erstausgabe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27. April 2011. Nr. 97 / Seite 8).
cite-note-19A 5. ↑ ZDv 20/7 auf Grundlage § 44 der Soldatenlaufbahnverordnung (Verordnung ĂŒber die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. MĂ€rz 2002, § 44 (Online [abgerufen am 25. MĂ€rz 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geĂ€ndert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730). )
cite-note-21A 6. ↑ Die Altersgrenzen wurden mit dem Dienstrechtsneuordnungsgesetz 2009 neu bestimmt, vgl. insbes. Änderungen betreffend § 45 SG und Übergangsbestimmungen gem. § 96 SG. Vgl. Gesetz zur Neuordnung und Modernisierung des Bundesdienstrechts (Dienstrechtsneuordnungsgesetz – DNeuG). In: Bundesanzeiger Verlag (Hrsg.): BGBl. Teil 1, G 5702. Band 2009, Nr. 7. Bonn 11. Februar 2009, S. 160–275 (BGBl. 2009 I Nr. 7 [abgerufen am 14. November 2014]).
cite-note-verk-rzt-222. Aus PlatzgrĂŒnden verkĂŒrzte Bilduntertitel. Gemeint sind jeweils HeeresuniformtrĂ€ger und LuftwaffenuniformtrĂ€ger. Die neben der Aufschiebeschlaufe fĂŒr HeeresuniformtrĂ€ger abgebildete hochrote Flachlitze ist bei HeeresuniformtrĂ€gern stets das Kennzeichen fĂŒr die Zugehörigkeit zur Dienstgradgruppe der Generale. Neben den hier auf den Schulterklappen aufgeschoben abgebildeten Aufschiebeschlaufen fĂŒr die Feldbluse im fĂŒnffarbigen Flecktarnmuster gibt es noch etliche weitere Dienstgradabzeichentypen, die im Artikel →„Dienstgradabzeichen der Bundeswehr“ ausfĂŒhrlicher dargestellt werden.
cite-note-23A 8. ↑ Beachte zur vorschriftswidrigen Trageweise der Waffenfarbe die Anmerkungen im → Kapitel zur Waffenfarbe der Generale im Artikel „Waffenfarbe“

Einzelnachweise

cite-note-zdv2008-21. Hartmut Bagger, FĂŒhrungsstab der StreitkrĂ€fte I 3, Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 37/10. Anzugordnung fĂŒr die Soldaten der Bundeswehr. Juli 1996. Neudruck von Oktober 2008. Bonn 16. Juli 2008, 4 Kennzeichnungen, S. 539 (Digitalisat [PDF; 3,5 MB] Neudruck Oktober 2008 ersetzt Erstausgabe von Juli 1996). Digitalisat (Memento vom 19. September 2014 im Internet Archive)
cite-note-sg-42. Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz ĂŒber die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz)).
cite-note-stanag-53. Agreed English texts. STANAG 2116. NATO standardization agreement (STANAG). NATO codes for grades of military personnel. 5. Auflage. 1992 (englisch, NATO Rank Codes – 1992 [abgerufen am 25. MĂ€rz 2014]).
cite-note-bpr-sunifano-64. Der BundesprĂ€sident (Hrsg.): Anordnung des BundesprĂ€sidenten ĂŒber die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten. BPrĂ€sUnifAnO. 14. Juli 1978 (gesetze-im-internet.de [PDF] Anordnung des BundesprĂ€sidenten ĂŒber die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten vom 14. Juli 1978 (BGBl. I S. 1067), die zuletzt durch Artikel 1 der Anordnung vom 31. Mai 1996 (BGBl. I S. 746) geĂ€ndert worden ist).
cite-note-abkrz-73. Bundesminister der Verteidigung; FĂŒhrungsstab der StreitkrĂ€fte IV 1 (Hrsg.): AbkĂŒrzungen fĂŒr den Gebrauch in der Bundeswehr – Deutsche AbkĂŒrzungen – ZDv 64/10. Bonn 19. Januar 1979 (ucoz.de [PDF] Stand 17. September 1999).
cite-note-bbeso-86. Anlage I (zu § 20 Absatz 2 Satz 1) Bundesbesoldungsordnungen A und B. (Online [abgerufen am 25. MĂ€rz 2014] Bundesbesoldungsordnungen (BBesO) gelten nur fĂŒr Berufs- und Soldaten auf Zeit und sind Anlage zum Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)).
cite-note-97. ↑ Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): Gesetz ĂŒber die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG). Bonn 19. MĂ€rz 1956, § 4 Abs. 3 (2) – (gesetze-im-internet.de [PDF; abgerufen am 25. MĂ€rz 2014] Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geĂ€ndert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730).
cite-note-sga12-108. ↑ Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Die Vorgesetztenverordnung, S. A 12 1 (Nicht zu verwechseln mit dem Verordnung ĂŒber die Regelung des militĂ€rischen VorgesetztenverhĂ€ltnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV)).
cite-note-vorgv4-119. ↑ Bundesminister fĂŒr Verteidigung (Hrsg.): Verordnung ĂŒber die Regelung des militĂ€rischen VorgesetztenverhĂ€ltnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956, § 4 (Online [abgerufen am 25. MĂ€rz 2014] Zuletzt geĂ€ndert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129).
cite-note-vorgv-1210. ↑ Bundesminister fĂŒr Verteidigung (Hrsg.): Verordnung ĂŒber die Regelung des militĂ€rischen VorgesetztenverhĂ€ltnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956 (Online [abgerufen am 25. MĂ€rz 2014] Zuletzt geĂ€ndert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129).
cite-note-1311. ↑ Wehrdisziplinarordnung (WDO). In: www.gesetze-im-internet.de. Bundesministerium der Justiz und fĂŒr Verbraucherschutz, 16. August 2001, abgerufen am 5. November 2014 (vom 16. August 2001 (BGBl. I S. 2093), die zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3386) geĂ€ndert worden ist).
cite-note-slv-1612. ↑ Verordnung ĂŒber die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. MĂ€rz 2002 (Online [abgerufen am 25. MĂ€rz 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geĂ€ndert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730).
cite-note-anlage-1713. ↑ Beachte auch: Anlage (zu § 3). Zuordnung der Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten zu den Laufbahngruppen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Offiziere
cite-note-20-7-1814. ↑ Der Bundesminister der Verteidigung; Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (Hrsg.): ZDv 20/7. Bestimmungen fĂŒr die Beförderung und fĂŒr die Einstellung, Übernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten. Bonn 27. MĂ€rz 2002, Art. 635 (PDF (Memento vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive) [abgerufen am 26. MĂ€rz 2014] DSK AP210100187, Neudruck Januar 2008). [[Zentrale Dienstvorschrift|ZDv]] 20/7. Bestimmungen fĂŒr die Beförderung und fĂŒr die Einstellung, Übernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten (Memento vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive)
cite-note-2015. ↑ Bundesministerium der Justiz und fĂŒr Verbraucherschutz, juris GmbH (Hrsg.): Gesetz ĂŒber die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG). Bonn 19. MĂ€rz 1956, § 45 Abs. 2 (3) – (gesetze-im-internet.de [PDF; abgerufen am 10. November 2014] Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geĂ€ndert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730).
cite-note-sgbox-244. Die Ă€quivalenten, ranghöheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl. Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz ĂŒber die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz). Die in der Infobox dargestellte Reihenfolge der Dienstgrade entspricht nicht notwendigerweise einer der in der Soldatenlaufbahnverordnung vorgesehenen regelmĂ€ĂŸig durchlaufenen Dienstgradabfolgen und auch nicht notwendigerweise der in der Vorgesetztenverordnung beschriebenen Dienstgradhierarchie im Sinne eines VorgesetztenverhĂ€ltnisses).
cite-note-2517. ↑ Wörterbuch zur deutschen MilitĂ€rgeschichte, 1. Auflage (Liz.5, P189/84, LSV:0547, B-Nr. 746 635 0), MilitĂ€rverlag der DDR (VEB) – Berlin, 1985, S. 231 General ...
cite-note-2618. ↑ Wörterbuch zur deutschen MilitĂ€rgeschichte. 1. Auflage. MilitĂ€rverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1985, Generalmajor, S. 232 (Liz.5, P189/84, LSV:0547, B-Nr. 746 635 0).
cite-note-2719. ↑ BGBl. II Nr. 418/2002: 418. Verordnung: FĂŒhren militĂ€rischer Dienstgrade hier – §5
cite-note-code10-2820. ↑ 10 U.S. Code § 601 - Positions of importance and responsibility: generals and lieutenant generals; admirals and vice admirals